Textualität – Psychologie der Logogestaltung, die Kunst der Spationierung …

In dieser Artikelserie präsentieren wir einen abwechslungsreichen Mix aus ebenso spannenden wie interessanten Fundstücken aus Grafik, Design, Typografie, Web und Responsive Webdesign. In der heutigen Ausgabe: eine Infografik zur Psychologie der Logogestaltung, die hohe Kunst der Spationierung, ein Emoji als Wort des Jahres, ein digitales „Ich packe meinen Koffer“ und neue Schriften aus der Eric Gill Series.

Psychologie der Logogestaltung

Jedes Jahr investieren Unternehmen Millionen in Marketing und Design, um ihre Marktwahrnehmung zu verbessern. Layout und Typografie sind wichtig, aber auch Farben spielen eine essentielle Rolle. Inc.com hat eine Infografik im Retro-Style veröffentlicht, in der die Wirkung von Logofarben auf Marken beschrieben wird. Wie einflussreich sind Farben, was können sie verbessern? Eine Zusammenstellung zeigt alle gängigen Farbtöne, kombiniert mit deren Eigenschaften und namenhaften Beispielen.
Im mittleren Teil wird oberflächlich auch auf Schriften eingegangen, wobei man kritisch anmerken muss, dass die eigene Schriftwahl nicht optimal ist – bei längeren Zeilen sind die Texte durchaus schwierig zu lesen.
Darüber hinaus wird ausführlich erklärt, wie sich Formen psychologisch einordnen lassen. Wie reagiert unser Unterbewusstsein auf Kreise, Rechtecke oder Linien?
Die visuell ansprechend aufbereitete Infografik gibt uns einen Einblick in die relevanten Aspekte.

Infografik_700breit

@ Infografik: http://www.colourfast.com/ (zum Vergrößern klicken)

 

Die hohe Kunst der Spationierung

hohe Kunst der Spationierung
Spationierung – schon das Wort klingt sperrig. Letterspacing hört sich in unseren Ohren meistens wohlklingender an. Es geht um die Abstände der Buchstaben zueinander; wenn man diese geschickt anpasst, wird aus gewöhnlichem Text gute Typografie. Und so schwer ist es überhaupt nicht, mit ein paar einfachen Regeln wird Letterspacing zum Kinderspiel.
Sind Wörter in Versalien gesetzt, erhöht man die Buchstabenabstände geringfügig. Für große Textgrößen verkleinert man den Abstand. Der Fließtext bleibt beim Standardwert, und für kleine Textgrößen erhöht man den Abstand. Für den Schriftschnitt gilt: Je fetter der Schnitt, desto kleiner der Buchstabenabstand. Und zu guter Letzt: Heller Text auf dunklem Hintergrund profitiert von einem Hauch mehr Abstand.
John D. Jameson arbeitet als Frontendentwickler für Code School und hat diese Richtlinien auf seinem Blog über Webtypografie und Frontendentwicklung übersichtlich zusammen gestellt. Mit einem Reitersystem kann man den dazugehörigen HTML- und CSS-Code gleichermaßen einsehen. Danke, John!

Tränen der Freude

LOL Emoji
Oxford Dictionaries hat das Wort des Jahres 2015 gekürt. Tatsächlich ist es gar kein Wort im buchstäblichen Sinne – es ist ein Piktogramm. „Face with Tears of Joy“ heißt das Emoji, auch bekannt als LOL Emoji, es handelt sich um ein lachendes Gesicht, das Tränen der Freude vergießt.
Nach Meinung von Oxford Dictionaries spiegelt dieses Emoji den Ethos, die Gemütslage und Stimmung des Jahres 2015 am besten wider.
Der Begriff Emoji kommt aus dem Japanischen und beschreibt ein kleines digitales Bild, das man in der elektronischen Kommunikation benutzt, um eine Idee oder ein Gefühl auszudrücken, ohne dass dafür längere Begriffe getippt werden müssen. Im Unterschied dazu gibt es Emoticons, die nur Zeichen oder Folgen der ASCII-Zeichen verwenden, um z.B. ein Gesicht darzustellen; das sieht dann so aus :)
Emojis gibt es seit den späten 90ern, seitdem ist ihre Verbreitung extrem angestiegen. Im Oktober 2010 wurden sie in den Unicode 6.0 aufgenommen, damit wurde die Grundlage für eine weltweit einheitliche Kodierung geschaffen.

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