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Ab zwei Uhr gilt die Sommerzeit

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Wie jeden Frühling werden die Uhren in der Nacht auf den letzten Sonntag im März um eine Stunde vorgestellt. Eine neue Studie deutet darauf hin, dass die Zahl der Herzinfarkte am Montag nach der Umstellung zunimmt.

Wegen der Zeitumstellung werden am 30. März alle Züge und Busse mit Abfahrtszeit nach 2 Uhr mit einer Stunde Verspätung verkehren: Uhr im Zürcher Hauptbahnhof.

Wegen der Zeitumstellung werden am 30. März alle Züge und Busse mit Abfahrtszeit nach 2 Uhr mit einer Stunde Verspätung verkehren: Uhr im Zürcher Hauptbahnhof.
Bild: Gaetan Bally/Keystone

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Nun bleibt es am Abend wieder länger hell – in der Nacht beginnt in der Schweiz die Sommerzeit: Wie jeden Frühling werden um 2 Uhr die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Die Sommerzeit dauert dieses Jahr bis zum 26. Oktober.

Mit der Sommerzeit geht die Sonne am Morgen eine Stunde später auf, während es am Abend länger hell bleibt. Wegen der Zeitumstellung werden am 30. März alle Züge und Busse mit Abfahrtszeit nach 2 Uhr mit einer Stunde Verspätung verkehren.

Schweizweit betrifft dies nach SBB-Angaben rund 50 Züge, vor allem im Zürcher und im Tessiner S-Bahn-Netz. Der Wechsel auf die Sommerzeit erfolgt bei der Mehrzahl der öffentlichen Zeitmesser automatisch – etwa bei Bahnhofuhren.

350 Atomuhren liefern Daten für Weltzeit

Für das erforderliche Signal ist das Eidgenössische Institut für Metrologie (Metas) zuständig. Es betreibt in Wabern BE fünf Atomuhren, die den Schweizer Beitrag zur koordinierten Weltzeit (UTC) liefern.

Die UTC wird in Paris vom Internationalen Büro für Mass und Gewicht (BIPM) auf Basis der Daten von 350 Atomuhren aus der ganzen Welt ermittelt. Mithilfe der Weltzeit können die Uhren in der Schweiz mit einer Genauigkeit von einigen Millisekunden synchronisiert werden.

Nicht alle mögen die Sommerzeit

Der Wechsel auf die Sommerzeit ist seit 1981 ein alljährliches Ritual in der Schweiz. Die Einführung war umstritten: Bäuerliche Kreise lancierten ein Referendum, die nötigen 100'000 Unterschriften kamen aber nicht zusammen.

Bis heute bleibt die Zeitumstellung ein Politikum: Letztmals forderte die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann 2010 in einer Motion die Abschaffung.

Mehr Herzinfarkte

Die Umstellung von der Winter- auf die Sommerzeit führt Wissenschaftlern zufolge am Folgetag zu einem markanten Anstieg von Herzinfarkten. Die Fallzahl schnelle am Montag nach der Umstellung um 25 Prozent nach oben, hiess es in einer auf einem Kardiologenkongress in Washington vorgestellten US-amerikanischen Studie.

Ursache dafür sei vermutlich der Verlust von einer Stunde Schlaf. Umgekehrt ist der Studie zufolge der Effekt beim Wechsel zurück zur Winterzeit: Am darauf folgenden Dienstag sinkt die Herzinfarktrate – vermutlich infolge des verlängerten Schlafs – demnach um 21 Prozent.

Den Forschern zufolge gleicht sich der jeweilige Effekt im Laufe der Woche allerdings aus – über sieben Tage betrachtet liege die Gesamtzahl der Infarkte auf ähnlichem Niveau wie im Restjahr. «Das könnte bedeuten, dass Menschen mit erhöhter Anfälligkeit für Herzerkrankungen unmittelbar nach Zeitumstellungen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind», sagte Studienautor Amneet Sandhu von der University of Colorado.

Zum Zwecke der Untersuchung wurden allerdings nur Daten einer einzigen Klinik in Michigan ausgewertet. Frühere Studien zeigen zudem, dass Montage ohnehin ganzjährig die Wochentage mit den meisten Herzinfarkten sind.

Keine Zunahme der Unfallzahlen

Diverse Studien haben zudem eine Häufung von Verkehrsunfällen nach der Zeitumstellung festgestellt. Der Unfallversicherer Suva kommt zu einem andern Schluss: «Bei den Suva-versicherten Personen steigen die Unfallzahlen weder am Tag der Zeitumstellung noch in den darauffolgenden Wochen an», schreibt die Suva in einer Medienmitteilung.

Bei der Analyse der Berufs- und Nichtberufsunfälle in den Jahren 2000 bis 2013 stellte die Suva fest, dass sich am Sonntagmorgen nach der Umstellung auf die Sommerzeit sogar 10 Prozent weniger Unfälle ereignen. Mit dem Vorstellen der Uhr um eine Stunde bleibt weniger Zeit, um zu verunfallen. Zudem ist es wahrscheinlich, dass die Leute am Morgen länger im Bett bleiben.

Bei der Zeitumstellung im Herbst ist ein gegenteiliger Effekt feststellbar: Weil die Menschen eine Stunde mehr Zeit haben, um zu verunfallen, erhöht sich die Zahl der Unfälle um 10 Prozent. Dies sagte Suva-Mediensprecherin Gabriela Hübscher auf Anfrage. Insgesamt aber sei das Unfallrisiko auch am ersten Tag nach der Umstellung auf die Winterzeit nicht höher. (mw/sda)

Erstellt: 29.03.2014, 19:57 Uhr


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